Polizei und Feuerwehr in Berlin beginnen mit dem Test von Bodycams
Berlin ist die nächste große Metropole, die Bodycams einsetzt: Ab sofort haben sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr ihr Bodycam-Programm gestartet.
Das anfängliche Programm wird mit 20 Bodycams für die Polizei und 10 für die Feuerwehren laufen. Diese Zahl soll bis April 2022 auf 300 Bodycams erhöht werden. Die Bodycams werden zur Abschreckung von Straftätern, zur Beruhigung eskalierender Situationen und zum Schutz von Einsatzkräften benötigt. Außerdem sind die Videoaufnahmen nachweislich ein gerichtsfestes Beweismittel.
Bodycams werden hauptsächlich in Problembereichen eingesetzt
Allein im Jahr 2020 gab es in Berlin 3.525 Angriffe auf Polizeibeamte und Kollegen mit ähnlichem Beruf. Das sind durchschnittlich 10 Angriffe pro Tag. In Berlin gibt es doppelt so viele Angriffe auf Polizisten wie im Rest des Landes. Laut Senator Geisel wird sich die Beweislage bei diesen Angriffen dank der Einführung von Bodycams drastisch verbessern.
Die Polizeibeamten der Schwerpunkt- und Präsenzeinheit (BPE) sind derzeit mit Bodycams ausgestattet. Sie werden hauptsächlich in Problemzonen wie dem Görlitzer Park, dem Kottbusser Tor, der Warschauer Brücke und dem Alexanderplatz eingesetzt. Polizeibeamte des Abschnitts 52 (Kreuzberg) haben ebenfalls Bodycams erhalten, ebenso wie Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Feuerwachen in Mitte und Urban (Kreuzberg). Die Berliner Feuerwehrleute sind die ersten in Deutschland, die Bodycams tragen, um besser gegen mögliche Angriffe geschützt zu sein. Jeder, der eine Kamera trägt, hat ein spezielles Abzeichen auf seiner Uniform, das dies anzeigt.
Regeln für das Filmen mit der Bodycam
Mehrere Polizeibeamte und Feuerwehrleute haben eine Bodycam-Schulung erhalten. Ihnen wurde erklärt, was sie zu den Personen sagen müssen, bevor sie die Bodycam einschalten, und wie sie mit allen technischen Aspekten umgehen müssen. Sie wissen auch, wie man das Beweismaterial speichert, falls es zur rechtlichen Absicherung von Einsatzkräften verwendet werden muss.
Beamte dürfen nur in potenziell gefährlichen Situationen filmen oder wenn die Zivilbevölkerung es verlangt. Es gilt weiterhin die strenge Regel, dass in Wohnungen und an anderen Orten, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, keine Aufnahmen gemacht werden dürfen. Es ist auch nicht erlaubt, während Demonstrationen zu filmen. Dies ist auf die strengen Datenschutzbestimmungen in Deutschland zurückzuführen.
Und wenn die Aufnahmen der Bodycams für ein Strafverfahren benötigt werden, müssen sie nach einem Monat vernichtet werden.
>> Unsere Bodycam-Lösungen für Polizeibeamte und Feuerwehrleute