Bodycam-Nutzung wird im Südwesten Deutschlands mit mehr als 30.300 Bodycam-Einsätzen zum Mainstream

Immer mehr Polizeibeamte werden im Dienst in Stuttgart bedroht, bespuckt, geschlagen und getreten. Wenn Situationen einen kritischen Moment erreichen, erklären die Beamten im Südwesten Deutschlands, dass die betreffende Person von diesem Moment an gefilmt wird. Das Gerät, das ein solches Vorgehen ermöglicht, ist die Bodycam, die an der Uniform der Beamten hängt.

Bodycams ZEPCAM rund unten

In den meisten Fällen reicht die Aussicht, aufgezeichnet zu werden, aus, um Unruhestifter zu beruhigen. Kommt es doch zu einem Angriff, liefern Bodycams den Beamten Beweise, die leicht abgerufen und gegebenenfalls vor Gericht verwendet werden können. 

Bodycam-Nutzung in Deutschland

Seit der bundesweiten Einführung von Bodycams im Jahr 2019 wurden diese mehr als 30.300 Mal von Polizeibeamten eingesetzt. Auch für Innenminister Thomas Strobl (CDU) gehört der Einsatz von Bodycams zum Alltag. In mehr als 80 Prozent der Fälle setzen Polizeibeamte Bodycams ein, wenn es nötig ist. Erleben Sie zeigt, dass es oft ausreicht, darauf hinzuweisen, dass eine Situation gefilmt werden soll, um eine gefährliche Situation zu entschärfen.

Die meiste Zeit werden die Kameras im sogenannten Pre-Recording-Modus verwendet. Das bedeutet, dass kurze Sequenzen kontinuierlich aufgezeichnet und alle 45 Sekunden überschrieben werden. Drückt der Beamte ein zweites Mal auf den Knopf, wird die letzte Sequenz nicht gelöscht und der Rest der Aufzeichnung wird dauerhaft gespeichert. Allerdings werden die meisten Aufzeichnungen schnell wieder gelöscht. Von den insgesamt 30.305 Aufzeichnungen waren Ende Mai noch rund 3.100 gespeichert. Diese können dann als Beweismittel in folgenden Verfahren verwendet werden Strafverfahren oder Untersuchungen.

Bodycam-Nutzung verbreitet sich schnell

Seit Juni 2019 sind alle Streifendienste der Polizeidienststellen in Baden-Württemberg (insgesamt 146) mit den Kameras ausgestattet. Seitdem hat sich die Bodycam-Nutzung in der Region immer weiter verbreitet.
Primäres Ziel ist es, Angriffe auf Beamte mit Bodycams zu dokumentieren. Da die Gewalt gegen Polizisten im Südwesten zunimmt, besteht Handlungsbedarf. Im Jahr 2020 stiegen die gewalttätigen Vorfälle im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent auf 5151 Fälle. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die Zahl der verletzten Polizeibeamten stieg um satte 17,3 Prozent auf 2.630. Nicht jeder Angriff findet im öffentlichen Raum statt. Er kann auch in Wohnungen, Büros, Geschäften oder Clubs geschehen. Im Jahr 2020 wurden schätzungsweise 28 Prozent der Vorfälle von Gewalt gegen Polizeibeamte und rund 32 Prozent der Fälle von verletzten Einsatzkräften erfasst. Ab Januar 2021 können Bodycams in bestimmten Fällen auch in Wohnungen, in Diskotheken und in bestimmten Geschäftsräumen eingesetzt werden.

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