Vom Pilotprojekt zur Praxis: Wie ZEPCAM die landesweite Einführung von Bodycams bei der Niederländischen Eisenbahn (NS) umgesetzt hat

Eine im öffentlichen Nahverkehr weit verbreitete Herausforderung

Jeden Tag sorgen NS-Zugbegleiter und kommunale Ordnungsbeamte dafür, dass Hunderttausende Fahrgäste sicher durch die Niederlande reisen können.

Sie geben Auskunft, unterstützen Reisende, setzen Vorschriften durch und bewältigen schwierige Situationen.

Leider sind sie zudem regelmäßig mit Aggressionen und Einschüchterungen konfrontiert.

Verbale Übergriffe, Drohungen und körperliche Auseinandersetzungen stellen nach wie vor eine anhaltende Herausforderung in den öffentlichen Verkehrsnetzen in ganz Europa dar.

Für die NS boten Bodycams die Möglichkeit, drei wichtige Ziele gleichzeitig zu unterstützen:

  • Verbesserung der Sicherheit der Mitarbeiter
  • zur Vorbeugung von aggressivem Verhalten beitragen
  • die Erstellung zuverlässiger Beweismittel bei Vorfällen

Die Vision war klar.

Um dies in großem Maßstab umzusetzen, war weit mehr erforderlich als nur die Auswahl einer Kamera.

Über das Gerät hinausdenken


Von Beginn an betrachtete NS das Projekt eher als ein groß angelegtes IT- und Implementierungsprogramm denn als reine Hardwareanschaffung.
Der Umfang umfasste Tausende von Geräten, Software-Integration, Managed Services, Anwenderschulungen, Supportprozesse sowie das langfristige Betriebsmanagement.
Bevor auch nur eine einzige Bodycam ausgegeben werden konnte, mussten wichtige Fragen geklärt werden.
Wie sollten die Aufzeichnungen sicher und unter Einhaltung der DSGVO-Anforderungen gespeichert werden?
Wer sollte Zugriff auf die Aufzeichnungen haben und unter welchen Bedingungen?
Wie sollten Tausende von Mitarbeitern im korrekten Umgang mit der Technologie geschult werden?
Wie würden sich die Bodycam-Arbeitsabläufe in bestehende Systeme und Betriebsabläufe einfügen?
Dies waren keine nebensächlichen Überlegungen.
Sie waren das Projekt.

Die Wahl eines Partners, nicht nur eines Lieferanten

Nach einer vorangegangenen Pilotphase entschied sich die NS für ZEPCAM, um die landesweite Einführung durchzuführen.

Die Integration in die NS-Umgebung begann am 1. Dezember 2025.

Am 15. Juni 2026 ging die landesweite Einführung genau nach Plan in Betrieb.

Die Rolle von ZEPCAM ging weit über die Lieferung von Hardware hinaus.

Das Projekt umfasste den gesamten Implementierungszyklus.

Sichere Videoverwaltung

Alle Aufzeichnungen werden in einer kontrollierten Umgebung verarbeitet und gespeichert, die darauf ausgelegt ist, die Integrität der Beweiskette zu gewährleisten.

Das Bildmaterial bleibt während seines gesamten Lebenszyklus geschützt, von der Aufzeichnung bis zum Abruf.

Zugriffskontrolle und Rechenschaftspflicht

Rollenbasierte Berechtigungen stellen sicher, dass nur befugtes Personal Zugriff auf die Aufzeichnungen hat.

Jede Zugriffsanfrage und jede Aufrufaktion wird protokolliert, wodurch ein lückenloser Prüfpfad entsteht.

Zentralisierte Geräteverwaltung

Die Verwaltung von Tausenden von Bodycams erfordert einen kontinuierlichen Überblick über den Gerätestatus, Firmware-Updates, die Konnektivität und die Betriebsbereitschaft.

ZEPCAM bietet zentralisierte Verwaltungsfunktionen, mit denen Administratoren die Bereitstellung in großem Maßstab überwachen können.

Unterstützung und Betriebsmanagement

Bodycam-Programme erfordern auch lange nach ihrer Einführung noch kontinuierliche Unterstützung.

ZEPCAM arbeitete eng mit NS zusammen, um Supportprozesse, Management-Workflows und die Integration in bestehende Betriebssysteme zu etablieren.

Prozessintegration

Eine Bodycam sollte nicht zu einem separaten Vorgang werden, an den sich die Mitarbeiter erinnern müssen.

Die Technologie muss sich nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe einfügen.

Durch die Integration der Bodycam-Verfahren in die etablierten Abläufe der Nationalgarde wurde die Lösung zu einem festen Bestandteil der täglichen Arbeit und stellte keinen zusätzlichen Verwaltungsaufwand dar.

Datenschutz und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Für jede öffentlich auftretende Organisation ist der Datenschutz von entscheidender Bedeutung.
Die Einhaltung der DSGVO wurde von Beginn des Projekts an als eine Anforderung an die Konzeption betrachtet und nicht als etwas, das erst im Nachhinein zu klären sei.

Schulung und Umsetzung

Technologie allein führt nicht zu erfolgreichen Implementierungen. Das sind die Menschen.
Die Einführung umfasste umfassende Schulungen zu folgenden Themen:

  • Gerätebetrieb
  • Nutzung von Smartphone-Apps
  • Betriebsabläufe
  • rechtliche Rahmenbedingungen
  • Soft Skills
  • Bewährte Verfahren für Bodycams

Das Ziel bestand nicht lediglich darin, die Nutzer zu schulen, sondern sicherzustellen, dass sie sich im praktischen Einsatz mit den Bodycams sicher fühlen.

So funktioniert die Lösung in der Praxis

Für einen Zugführer ist die Bedienung einer Bodycam so konzipiert, dass sie unkompliziert ist.

Das Gerät wird im Rahmen der üblichen Routine vor dem Abflug aktiviert.

Sollte es während einer Schicht zu einem Vorfall kommen, kann die Aufzeichnung durch einen Knopfdruck sofort gestartet werden.

Sobald das Bildmaterial aufgenommen wurde, werden die Aufzeichnungen automatisch drahtlos auf die sichere ZEPCAM-Plattform übertragen. Metadaten werden automatisch hinzugefügt, und das Bildmaterial wird gemäß den Aufbewahrungsrichtlinien von NS gespeichert.

Der Zugriff auf die Aufzeichnungen unterliegt strengen Kontrollen.

Sollten Aufzeichnungen überprüft werden müssen, können befugte Mitarbeiter diese über den ZEPCAM Manager abrufen, wobei jede Aktion lückenlos protokolliert wird.

Der Arbeitnehmer ist geschützt.

Das Beweismaterial ist weiterhin sicher verwahrt.

Der Prozess ist einheitlich und über Tausende von Nutzern und Standorte hinweg wiederholbar.

Agression Bodycams Krankenhaus

Die nächste Phase: flächendeckende Einführung

Nachdem die Einführung nun abgeschlossen ist, verlagert sich der Fokus auf die langfristige Akzeptanz.

In den kommenden Monaten werden rund 4.000 Mitarbeiter weiterhin geschult und unterstützt, um sicherzustellen, dass Bodycams zu einem selbstverständlichen und wirksamen Bestandteil des täglichen Betriebs werden.

Diese Phase wird bei Technologieprojekten häufig übersehen.

Die Bereitstellung schlägt fehl, weil die Geräte verteilt sind.

Sie sind erfolgreich, weil die Menschen verstehen, wann, warum und wie man sie einsetzt.

Der Schulungsansatz von ZEPCAM konzentriert sich auf die praktische Umsetzung und die Sicherheit im Einsatz und nicht lediglich auf den Abschluss eines E-Learning-Programms.

Was andere Organisationen daraus lernen können


Das NS-Projekt liefert eine wichtige Erkenntnis für jede Organisation, die den großflächigen Einsatz von Bodycam-Technologie in Betracht zieht.
Die Herausforderung liegt selten in der Kamera selbst.
Die Herausforderung liegt in der Umsetzung.
Groß angelegte Einführungen umfassen Aspekte wie Datenschutz, IT-Infrastruktur, Akzeptanz bei den Nutzern, Supportprozesse, Governance und operative Integration.
Wenn diese Elemente angemessen berücksichtigt werden, lässt sich die Komplexität bewältigen.
Der Markt entwickelt sich zunehmend weg von Einzelgeräten hin zu sicheren, skalierbaren und professionell verwalteten Bodycam-Ökosystemen.
NS liefert ein anschauliches Beispiel dafür, wie dies in der Praxis aussieht.

Das Mitbringsel

Ein erfolgreiches Bodycam-Programm lässt sich nicht an der Anzahl der eingesetzten Geräte messen.

Dies hängt davon ab, wie effektiv diese Geräte in den täglichen Betriebsablauf integriert sind.

Durch die Kombination aus sicherer Technologie, strukturierter Umsetzung, einem auf Datenschutz ausgerichteten Design und einer langfristigen Akzeptanz seitens der Nutzer hat NS die Grundlage für eine der größten Bodycam-Einführungen im öffentlichen Nahverkehr Europas geschaffen.

Für Organisationen, die einen ähnlichen Weg einschlagen möchten, lautet die Erkenntnis ganz einfach.

Die Einführung von Bodycams ist relativ einfach.

Bei der Einrichtung eines Bodycam-Programms, das in großem Maßstab funktioniert, kommt es auf echte Fachkompetenz an.